Bürgermeister und Gemeindevorstand beweihräuchern sich und ihr Vermittlungsergebnis, obwohl es außer Krug-Energie/UKA und dem Gemeindevorstand keinem etwas nützt!

Dank ihres großen Vermittlungsgeschicks können die Gutachten nun von den Bürgern eingesehen werden – unter strengen Auflagen… Die Frage ist nur, wer versteht‘s?
Diese Fachgutachten sind für Laien weder verständlich noch handelt es sich hier um 1-2 Seiten, sodass man 4 Gutachten in 90 Minuten durchsehen kann. Wir möchten die Gutachten von jemandem prüfen lassen, dessen Fachwissen dem des Gutachters ebenbürtig ist.

Die Gutachten dürfen bei Krug-Energie vor Ort zeitlich begrenzt (90 Minuten) eingesehen werden. Wir möchten hier ganz klar sagen, dass dies ein gekonnter Versuch von Augenwischerei ist.
Der absolute Knaller ist, dass das wohl umfangreichste und vermutlich angreifbarste Gutachten gar nicht erst zur Einsicht verfügbar ist – das avifaunistische Gutachten (Naturgutachten über Tiere, Pflanzen) wird in der Liste der einsehbaren Gutachten nicht genannt – übrigens genau wie das Standortgutachten bzw. Boden-/Baugrundgutachten!

Wie unsere gewählten politischen Vertreter uns vertreten…

Ein Gemeindevorstandsmitglied der CDU findet es eine gute Lösung, dass UKA Meißen anbietet, die Gutachten bei Krug-Energie den Bürgern einzeln und unter Aufsicht eines UKA Mitarbeiters zugänglich zu machen. Mitschriften oder gar Fotos sind natürlich verboten – lediglich Fragen dürfen notiert und eingereicht werden. Der CDU Mann verfügt womöglich über ausreichende Fachkenntnisse in den verschieden Bereichen der Gutachten, von Brandschutz über Umwelt und Naturschutz bis hin zu Schall und Schattenwurf um diese von Experten verfassten Gutachten bei schnellem Durchlesen in eng begrenzter Zeit zu verstehen. Wir von der BI verfügen darüber leider nicht und würden die Gutachten gerne mit Fachleuten unseres Vertrauens erörtern. Auf die Hilfe des angebotenen UKA Mitarbeiters möchten wir lieber verzichten…

Ein UGL Gemeindevorstand bekundet in dem Gespräch zwischen BI, Investor und Gemeindevorstand am 2. Juli, dass man den Gutachtern doch vertrauen könne und müsse – sie seien schließlich als vereidigte Sachverständige neutral. Das ist in vielen Fällen sicher richtig und wir als BI behaupten hier (noch) nicht das Gegenteil, aber wir möchten genauer hinschauen und uns dessen versichern, gerade da es um eine langfristige massive Veränderung in unserer Heimat geht. Das uns dies verwehrt wird, schürt eher den Glauben an die dringende Notwendigkeit einer Überprüfung als den Glauben an die Gutachter. Beispiele für das Versagen von Gutachtern gibt es zur Genüge – nennen wir aktuell nur Wirecard!

Bei den SPD Gemeindevorständen ist alles vertreten, ein SPDler hat immer ein offenes Ohr für Befürworter wie für Gegner des geplanten Windparks und mit der fortschreitenden Entwicklung der Informationsverweigerungen (Zurückhaltung der Gutachten) seitens Krug-Energie und UKA Meißen hat er sich auch mehrfach unzufrieden über die Informationspolitik der Projektierer gegenüber Vorstandsmitgliedern der BI geäußert. Als Teilnehmer des Gespräches zwischen Gemeindevorstand, Projektierer und BI am 2. Juli hielt er es jedoch nicht für nötig, seine Meinung hier deutlich klar zu machen und unmissverständlich und mit Nachdruck die Herausgabe der Gutachten von den Projektierern zu fordern.

Ein anderer SPD Gemeindevorstand ist im Verlauf der Versuche unserer BI zur Erlangung validierter Informationen nach anfänglicher Zurückhaltung der einzige Gemeindevorstand, der offenbar regelmäßig die Veränderungen neu betrachtet, mit seiner Überzeugung abgleicht und hier auch klar Stellung bezieht. Mit seiner Forderung nach Aushändigung der Gutachten stand er in der Besprechung am 2. Juli im Gemeindevorstand alleine und ohne Unterstützung seiner Kollegen den Projektierern gegenüber.

…..und dann ist da noch ein SPD Gemeindevorstand, bei ihm ist schwer zu sagen, mit wem man es überhaupt zu tun hat. Ist er das „Gemeindevorstandsmitglied“, oder der „Bereichsleiter des Inverstors Krug-Energie“? Der „profitierende Grundstückseigentümer von Fläche(n) im Gebiet des Windparks“ kann er vermutlich auch sein. Da jedoch zwischen der zu Tage getretenen Mehrheitsmeinung im Gemeindevorstand und der Linie der Projektierer kein größeres Konfliktpotential zu erkennen ist, dürften evtl. Interessenskonflikte bei diesem Thema überschaubar sein. Hinzu kommt, dass die Gemeindevorstände durch ihren Vorstandskollegen, welcher zeitgleich Bereichsleiter des Investors Krug-Energie ist, jederzeit umfassend über jedes Für und Wider informiert wurden.
Sie finden diese Tätigkeitskombination merkwürdig / befremdlich? Wir auch, aber sowas gibt’s nicht nur in der dritten Welt!

Nicht vergessen wollen wir unseren parteilosen Bürgermeister, welcher mehrfach betont hat, dass er das Vorgehen der Firmen Krug-Energie und UKA Meißen für völlig in Ordnung hält. Rechtlich ist das vermutlich auch so, moralisch muss das jeder mit seinem eigenen Kompass abgleichen. Für ihn jedenfalls ist der regionale Partner Krug-Energie der ideale Projektentwickler zur Realisierung des Windparks inmitten der Großgemeinde Münchhausen. Krasse Veränderungen im Laufe der Projektentwicklung bei Anzahl (mehr Anlagen), Größe und Leistung (größere, leistungsstärkere Anlagen) und auch bei den der Gemeinde und damit uns allen zugutekommenden Einnahmen (diese schmolzen dahin, je länger die Projektentwicklung dauerte und je größer die geplante Kraftwerksleistung wurde) sind für ihn keine Gründe, seine offenbar bedingungslose Unterstützung des Projektes zu verändern.

Dann ist da noch die Gemeindevertretung, das Parlament der Gemeinde und damit eine deutlich größere Anzahl an gewählten Vertretern. Diese nimmt auch nur sehr gemächlich von der sich seit Jahren für die Bevölkerung verschlechternden Situation durch dieses Projekt Kenntnis. In dem über Jahre vorangetriebenen Projekt wurden die Windkraftanlagen immer größer und leistungsstärker und die zu erwarteten Einnahmen für die Gemeinde und damit für die Bevölkerung immer kleiner, dafür wurde das Projekt für die Betreiber des Windparks immer profitabler. Übrigens haben die Flächeneigentümer durch die im Zuge der veränderten Planung deutlich gestiegene elektrische Leistung der großen Windkraftanlagen welche sich weit mehr als verdoppelt, ja fast verdreifacht hat, keinen nennenswerten Anteil an den Mehreinnahmen. Das Einzige woran alle Bürger in der Gemeinde großzügig teilhaben dürfen, ist die massive Entwertung ihrer Immobilien und die Zerstörung des Naherholungsgebietes vor ihrer Haustür – eine massive Beeinträchtigung ALLER für den Profit WENIGER!

Noch ein Satz zur Glaubwürdigkeit von Krug-Energie und UKA: Laut dem von Krug-Energie und UKA im April veröffentlichten „Windbrief“ sind seit Dezember 2019 alle Unterlagen vollständig beim Regierungspräsidium eingereicht. Merkwürdig dass immer wieder Mitarbeiter der Gutachter in der Vorrangfläche anzutreffen sind.

Die BI hält weiterhin an ihrer Forderung nach Aushändigung aller Gutachten fest, wie auch durch das Regierungspräsidium zugestanden!

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